Gebetsnetz

Im Jahr 2001 haben wir mit dem Gebetsnetz begonnen. An jedem zweiten Donnerstag im Monat beten wir einzeln oder in der Gruppe für bestimmte Anliegen. Anfangs galt unsere Fürbitte den Frauen und der Situation in den östlichen Mitgliedsländern der EU. Inzwischen nehmen wir auch Nöte und Probleme in aller Welt in unser Gebet auf. Wir laden zum Mitbeten ein.

Juli 2019.pdf

Das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes

Gott, deine Güte reicht so weit der Himmel ist.
Wir danken für helle Sommertage,
für die Sonne, die Farben zum Leuchten bringt
und alles hell und freundlich macht.
Wir danken für das Summen der Bienen
in den vielen bunten Blumen im Garten,
für alles, was wächst und Frucht bringt.
Du hast deine Schöpfung mit Liebe für uns ausgedacht.
Dafür danken wir.

Aber wir sehen auch, dass die gute Ordnung wankt.
Bienen sterben, weil sie vergiftet werden durch Saatgut.
Bäume, die für gesunde Luft sorgen, werden gefällt,
Lebensräume für Mensch und Tier vernichtet.
Wir müssen erkennen, dass unsere Lebensweise
mit dazu beiträgt, dass in anderen Teilen der Welt
Menschen ihre Heimat verlieren.

Wir bitten dich für alle, die sich dem Raubbau entgegensetzen,
als Einzelne oder in Gruppen, um Mut und Beharrlichkeit
dass sie nicht müde werden und verzweifeln,
sondern von deiner Hilfe getragen wissen.

Wir bitten für die Verantwortlichen in den Regierungen
um Weisheit, damit sie Entscheidungen treffen können,
die auch nächsten Generationen dem Wohl aller dienen.

Wir bitten für die Jugendlichen,
die am Freitag für die Zukunft auf die Straße gehen
um Geduld, wenn gute Lösungen länger brauchen,
aber auch Beharrlichkeit, die nicht so schnell aufgibt.

Für uns selbst bitten wir um die Kraft,
dass wir in unserem Alltag aufmerksam bleiben
und die kleinen Schritte wirklich tun, die nötig sind.
Schärfe unsere Sinne, damit wir nicht nur die Schönheit,
sondern auch das Seufzen und Leiden der Schöpfung wahrnehmen.
Bleibe in unserer Mitte.

Elisabeth Siltz